Uniklinikum Regensburg: SPD-Abgeordnete legen Maßnahmenkatalog vor

23. Oktober 2026

Eine Umfrage des Marburger Bundes unter der ärztlichen Belegschaft des Universitätsklinikums ergab alarmierende Ergebnisse: Zu wenige Stellen für ärztliches Personal führen nicht mehr nur zu chronischer Überarbeitung der Ärztinnen und Ärzte, mittlerweile sehen diese auch die Sicherheit der medizinischen Versorgung gefährdet. Die sozialdemokratischen Bundes- und Landtagsabgeordneten Wagner, Weitzel und Bäumler wollen diese Zustände nicht länger hinnehmen und fordern ein Maßnahmenpaket.

Die Bundesabgeordnete Dr. Carolin Wagner kritisiert die bayerische Staatsregierung scharf, welche in Person von Aufsichtsratschef Staatsminsiter Blume direkt Verantwortung für die Zustände am UKR trägt: „Das UKR wird sehenden Auges gegen die Wand gefahren. Das ist völlig unakzeptabel. Es muss nun sofort eine Übereinkunft zwischen den Ministern Blume und Füracker getroffen werden, die die Wiederbesetzungssperre für das UKR entfallen lässt. Dieses Instrument ist ohnehin Unsinn, wirkt sich jedoch bei Ausbildungskrankenhäusern wie dem UKR aufgrund der erhöhten Personalfluktuation besonders verheerend aus.“

Die Oberpfälzer Landtagsabgeordnete Nicole Bäumler fordert die Staatsregierung auf ihre ebenso unnötige wie kontraproduktive Konfrontationshaltung gegenüber der organisierten Belegschaft aufzugeben: „In der Belegschaft besteht sowohl das Interesse als auch die Expertise, die unhaltbaren Zustände zu beenden. Wir fordern die Staatsregierung auf, ein oder zwei Personen der organisierten Arbeitnehmerschaft an den Vorstand anzubinden. Dort sollen sie eine Betriebsvereinbarung entwickeln, die im ersten Halbjahr 2027 wirksam werden kann und die in der Wirkung einem Entlastungstarifvertrag zielgenau für das UKR gleichkommt.“

Die Sprecherin für Wissenschaftspolitik der bayerischen SPD-Landtagsfraktion, Katja Weitzel, zeigt sich überdies erstaunt über Berichte von regensburg-digital.de, wonach erhebliche Summen für externe Beratung am UKR verausgabt werden: „Diese externen Vergaben müssen alle auf den Prüfstand. Beibehalten werden können die, welche bspw. in IT und Verwaltung die Arbeitsbelastung ärztlichen und pflegerischen Personals verringern. Alles, was sich mit Personalmanagement befasst, kann gestrichen werden. Das Geld ist im Personal selbst besser eingesetzt.“

Die Oberpfälzer Sozialdemokratinnen Dr. Carolin Wagner, MdB und Nicole Bäumler, MdL weisen auf die Bedeutung des UKR für den gesamten Raum Ostbayern hin: „Ostbayern darf nicht hinten runterfallen. Die Oberpfälzerinnen und Oberpfälzer haben ein Recht auf gute medizinische Versorgung, einschließlich einer gut ausgestatteten Universitätsklinik.“

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