Möglicher Abzug von US-Truppen: Dr. Wagner fordert Stabilisierung der Region

06. Mai 2026

Presseberichten zufolge plant die US-Administration den Abzug von etwa 5.000 US-Soldatinnen und Soldaten aus der Oberpfalz. Dies stellt die Region vor große Herausforderungen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Carolin Wagner steht seit Bekanntwerden der Abzugspläne in engem Austausch mit Betriebsrätinnen und Gewerkschaftsvertreten der deutschen Zivilbeschäftigten der US-Armee in der Oberpfalz und äußert sich wie folgt:

„Es ist eine große Verunsicherung spürbar, besonders weil es bislang keine offiziellen Bestätigungen von US-Seite gibt. Präsident Trump sollte sich bewusst machen, dass die US-Stützpunkte in Bayern in Gänze auch US-amerikanischen Sicherheitsbedürfnissen dienen.

Sollten die Berichte schließlich zutreffen, müssen wir diese Veränderung vor Ort proaktiv nutzen und gestalten. Der Bund plant den Aufwuchs der Reserve für die Bundeswehr und braucht hierfür in erster Linie Übungsmöglichkeiten. Die US-Truppenübungsplätze in Vilseck und Hohenfels bieten sich dafür geradezu an. Gleichzeitig haben wir mit Weiden und Pfreimd Heeresstandorte, wo die Reservistinnen und Reservisten während ihrer Übungen stationiert werden könnten. Das wird einen Haufen Arbeit bedeuten und da sehe ich beste Chancen, die Menschen zu beschäftigten, deren Stellen in Vilseck bei einem US-Truppenabzug in Gefahr sind.“

Schließlich nimmt die SPD-Landesgruppenvorsitzende Dr. Wagner auch den Freistaat in die Pflicht: „Ein Abzug von 5.000 Kräften mit ihren Familien aus Vilseck wird die Region spürbar treffen. Stadt und Landkreis brauchen ein überjähriges Förderprogramm über wenige Millionen Euro, um dem Strukturwandel zu begegnen und insbesondere bei der Verwertung freigewordenen Wohnraums zu unterstützen.“

Teilen